Auf dem Boden des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers „Alexisdorf“ entstand hier 1946 ein Dorf mit heute ca. 700 Einwohnerinnen und Einwohnern. Die Umgebung mit  den Moor- und Heideflächen lädt besonders zum Radfahren und zu Spaziergängen ein. Etwa 1/3 der Einwohner Neugnadenfelds gehören heute der Brüdergemeine an. Sie geht zurück auf die Reformation in Böhmen im 15. Jahrhundert und wurde geprägt durch die Erneuerung zu Beginn des 18. Jahrhunderts unter der Leitung des Grafen Zinzendorfs in Herrnhut (Oberlausitz)

Heute gehören zur Brüdergemeine weltweit 24 selbstständige Provinzen mit etwa 1,2 Mio. Mitgliedern.

Die Brüdergemeine Neugnadenfeld entstand ab 1946 durch die Ansiedlung von Flüchtlingen nach dem 2.Weltkrieg in dem ehemaligen Kriegsgefangenenlager Alexisdorf. Näheres unter der Seite "Lagerbarackenverein".

 

Die Bezeichnung »Gottesacker« drückt die Hoffnung aus, dass auch nach dem physischen Tod eines jeden Menschen etwas bleibt und wachsen kann.

Alle Gemeindeglieder werden in der Reihenfolge ihres Sterbens begraben. Familiengrabstätten gibt es nicht. Die schmucklosen Grabsteine in einer einheitlichen Größe versinnbildlichen die Gleichheit aller Menschen im Leben und im Tod untereinander und vor Gott.

Der Gottesacker ist untrennbar mit dem Leben der Brüdergemeine verbunden. Nicht nur bei Begräbnissen versammelt sich die Gemeinde hier, auch alljährlich am Ostermorgen feiern wir die Ostern in Verbundenheit mit unseren schon »heimgegangenen« Geschwistern. Dazu ziehen Gemeinde und Bläserchor zum Sonnenaufgang gemeinsam vom Kirchensaal auf den Gottesacker.

Die Menschen in dem Ort Neugnadenfeld und die Brüdergemeine leben an einem Ort, an dem bis 1945 viele Menschen gelitten haben und gestorben sind. Die ersten Jahre waren für die Neuankömmlinge zudem schwer und entbehrungsreich. Damit das niemals vergessen wird, hat sich der Lagerbarackenverein LAN gegründet. Weitere Informationen siehe hier.

Bis zum Jahr 1959 fanden alle kirchlichen Versammlungen unserer Gemeinde in dem ehemaligen Lagerkasino statt. Im Stil der klassischen Brüdergemeinsäle wurde dann ein heller und freundlicher Saal neu erbaut. Wir laden herzlich zu einem virtuellen Rundgang ein: 360° - Rundgang